Category Allgemein

Italien-Deutschland: Die Analyse

Zoltán Wiesner

Ein paar Tage nach der enttäuschenden 2:1 Niederlage gegen Italien kann man wieder einigermaßen Euphorie gebremster oder emotionsloser auf die Partie zurück blicken und sie analysieren. Zu groß war die Enttäuschung über das Auftreten der deutschen Nationalmannschaft. Waren es wirklich die Personalentscheidungen von Joachim Löw, die Schuld für das Ausscheiden im Halbfinale waren, oder die fehlende Einstellung diverser Spieler? Fehlte einfach die nötige Fitness nach einer langen Saison, oder waren die Italiener einfach besser. Viele Möglichkeiten und doch tragen alle einen Teil dazu bei, dass es dieses Jahr wieder einmal nicht zu einem Titel reichte.

Joachim Löws Personalentscheidungen

Hat sich unser Bundestrainer verzockt? Im Sir Alex Ferguson Stil wechselte Löw die Siegermannsch...

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Vielleicht nächstes Mal

Und dann war es wieder vorbei. Mesut Özil lag ausgepumpt auf dem Rasen, Mario Götze tröstete Marco Reus, Thomas Müller weinte still in sein Handtuch. Da war sie wieder, die Leere, dieses Gefühl, mehr denn je verspielt zu haben. Es hatte wieder mal nicht gereicht. Wieder kein Titel.
Wie kann es sein, dass diese talentierte deutsche Mannschaft seit Jahren erfolglos bleibt? Im Grunde ist es immer wieder das Gleiche: Einwandfreie Vorbereitung, ein hochbegabtes, junges Team, große Erwartungen und der Glaube, dass es dieses Jahr doch mal klappen muss. Dann die ersten Spiele: Gegen unterklassige Teams souveräne, teilweise begeisternde Vorstellungen, gegen große Gegner große Spiele mit großem Jubel, kurzes Schwelgen in der eigenen Klasse, flüchtiges Genießen, dann weiter, zum nächsten Spiel...

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Gutartiger Hass

Der FC Bayern ist ein Phänomen. National sind die Münchner der Hassgegner Nummer eins – international aber fiebern alle mit.

Am 19. Mai um 23:31 war in ganz Deutschland Chaos dahoam. Didier Drogba schoss Chelseas letzten Elfmeter, flach, gerade, links unten. Und Bayern hatte das Champions-League-Finale verloren.
Dieses „Finale dahoam“, von dem die Münchner so viel gesprochen hatten in den letzten zwei Jahren, war am Ende größer gewesen als sie selbst. Die Erwartungen hatten sie erdrückt. Die Wünsche der Fans, die Forderung der Presse, der eigene Druck, endlich Geschichte zu schreiben, all das war übermächtig geworden. Und so fand sich der FC Bayern in dieser Nacht am Boden wieder, zerstört, mit dem bittersten Trostpreis in der Hand, den es geben kann: der Silbermedaille.
Un...

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Geld schießt die meisten Tore – gewinnt aber nicht

MHSCtshirt

Das Fußballmärchen in Frankreich ist wahr geworden. Montpellier HSC ist zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte französischer Meister. Bis zum letzten Spieltag wurde in der Ligue 1 um den Meistertitel gekämpft. Zum einen die Mannschaft aus Montpellier mit einem Etat von 33 Millionen, zum anderen Paris St.-Germain mit einem Etat von 150 Millionen Euro. Ganz Frankreich drückte dem Underdog die Daumen, um zu zeigen, dass Geld keine Titel gewinnt. Denn seit Saisonanfang wird Paris-St.Germain vom Öl-und Wüstenstaat gesponsert. Knapp 100 Millionen Euro investierte der Hauptstadtklub in neue Spieler, dagegen Montpellier nur maue 2 Millionen...

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Jos Luhukay: Philosophie der Gegenpole

Luhukay

Es ist schwer bei Jos Luhukay eine Gefühlsregung zu entdecken. Er wirkt nett und sympathisch, zugleich aber auch nachdenklich und introvertiert. Wie ein Pokerspieler, der sein gutes Blatt nicht verraten möchte, bewegt er sich durchs Leben. Luhukay ist kein Mann mit großen Emotionen. Er sucht stets die Nähe zu seinen Spielern, setzt aber auf knallharte Regeln. Wie zwei gegensätzliche Pole führt er eine Mannschaft -  bisher hat er immer das Gleichgewicht gefunden. Bei seinem letzten Verein FC Augsburg gab man ihm den Spitznamen “der kleine Diktator”. Kommt ein Spieler vor einem Spiel eine Minute zu spät zum Frühstück, spielt er nicht. Sein Landsmann Louis van Gaal sagte einmal über Luhukay: “Eigentlich ist Jos wie ich”...

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