Der Job Linienrichter

SurfGuard
Benjy Wetherall

Benjy Wetherall

Jeder kennt es. Sitzend auf dem Sofa sieht man sich die vierte Zeitlupe an, grafisch unterlegt mit einer weißen Linie auf dem Spielfeld. Zum Ergebnis kommend, dass der Linienrichter eine Fehlentscheidung getroffen hat. Ob es doch nur gleiche Höhe war, oder doch die berühmte Schuhspitze im Abseits stand. Egal.

Natürlich ist man sich bewusst, dass der Linienrichter diese Hilfsmittel nicht zur Verfügung hat. Aber irgendwie sind die Männer mit der Fahne in der Hand für den Job auch ausgebildet und verdienen immerhin in der ersten Bundesliga 1,800 € pro Spiel. Dafür könnte man auch ein übermenschlich gutes Auge verlangen und wenig Fehlentscheidungen. Leider ist ein Linienrichter aber auch nur im Rampenlicht, sollte er seine Fahne im falschen Moment hochheben oder runterlassen. Er wird dann in der anschließenden Berichterstattung kritisiert, indem die Zeitlupe zum wiederholten Male eingespielt wird. Rar sind die Momente, indem ein Linienrichter von Medien, Vereinsverantwortlichen oder Fans für seine gute Leistung gelobt wird. Das Negative bleibt eben mehr hängen.

Wie schwer dieser Job Linienrichter denn nun wirklich ist, kann man in einem Selbsttest herausfinden. Auf der Internetseite der Sportschau findet man ein Video mit mehreren Spielszenen, in denen man schnell auf Abseits oder weiterspielen entscheiden muss. Dabei ist die Kamera schon auf der perfekten Höhe, das heißt, die sechs Kilometer Laufpensum des Schiedsrichter-Assistenten werden nicht simuliert. Außerdem sitzen einem nicht 50.000 Zuschauer im Nacken, wo sie genau wissen, bei einer falschen Bewegung ist das ganze Stadion gegen Sie. Machen Sie den Selbsttest und denken Sie daran: Eine Fehlentscheidung könnte über Sieg und Niederlage entscheiden.

Hier geht es zum Video –>

Bildnachweis: flickr.com SurfGuard

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